Doppeltitel für Pompetzki – starke LSC‑Auftritte bei Hessenmeisterschaften

Bei den Hessischen Meisterschaften der Aktiven und Jugend U16 in Darmstadt präsentierten sich die Athletinnen und Athleten des LSC Bad Nauheim in starker Form. Besonders in der Altersklasse M15 rückte Aaron Lukas Pompetzki in den Mittelpunkt des Geschehens. Schon über 100 Meter setzte er ein erstes Ausrufezeichen: Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 11,68 Sekunden im Vorlauf und 11,75 Sekunden im Finale sprintete er nicht nur zu Bronze, sondern schaffte zugleich die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Wattenscheid.
Im Weitsprung bestätigte Aaron seine Vielseitigkeit. Mit 5,99 Metern gewann er den Wettbewerb, auch wenn die Weite nicht an sein Potenzial heranreichte. Ein beeindruckendes Rennen folgte jedoch über 300 Meter. Nach verhaltenem Beginn und einem deutlichen Rückstand zu Beginn der Zielgeraden schien der Titel außer Reichweite – doch Pompetzki zündete ein fulminantes Finish, zog an der Konkurrenz vorbei und sicherte sich in starken 37,56 Sekunden seinen zweiten Hessenmeistertitel sowie eine weitere DM‑Qualifikation. Über die 80 Meter Hürden rundete er seinen Wettkampf mit einer erneuten Bestleistung von 11,64 Sekunden und der Silbermedaille ab.
Auch bei den Männern gab es Grund zur Freude: Diskuswerfer Benedict Michel überzeugte mit einer guten Serie und erreichte mit 50,79 Metern den zweiten Platz. Die Entwicklung seiner zuletzt stabiler werdenden Leistungen setzte sich damit fort.
In der weiblichen Jugend W15 überzeugte Melina Jost über 300 Meter mit einem mutigen Auftritt. In einem stark besetzten Feld verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um fast zwei Sekunden auf 45,75 Sekunden und erreichte einen respektablen siebten Platz. Weniger glücklich verlief der Wettkampf für Vivien Falk (W14), die über 80 Meter Hürden nach einem misslungenen Start nicht in ihren Rhythmus fand, aber wertvolle Erfahrungen für die kommenden Rennen sammelte.
Ein besonderes Highlight setzte Raphaela Kaiser von der TSG Slitisa Schlitz, die inzwischen in der Trainingsgruppe von Harry Weisskirchen trainiert. Nach über sechs Jahren Wettkampfpause kehrte sie im Hochsprung der Frauen zurück und gewann mit übersprungenen 1,55 Metern die Bronzemedaille.
Ergänzt wurde das LSC‑Team durch Paul Masson und Pia‑Lotta Kratz, die ebenfalls an den Start gingen und wichtige Meisterschaftserfahrung sammelten.
