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Aaron Lukas Pompetzki kämpft sich im Neunkampf zu Bronze

Bei den Hessischen Mehrkampf-Meisterschaften in Kassel ging Aaron Lukas Pompetzki im Neunkampf der M15 als einziger LSC‘ler an den Start. In einem dramatischen und von Höhen und Tiefen geprägten Wettkampf bewies das Nachwuchstalent am Ende enormen Kampfgeist und belohnte sich mit dem Sprung auf das Podest.

Dabei verlief der Einstieg am ersten Wettkampftag zunächst alles andere als optimal. Beim Kugelstoßen blieb Aaron mit einer Weite von 11,31 Metern hinter den eigenen Erwartungen und seinen starken Trainingsleistungen im Vorfeld zurück. Auch im anschließenden Weitsprung lief es nicht nach Plan: 5,56 Meter bedeuteten in der Zwischenabrechnung zu wenig Weite, um im Kampf um die vorderen Ränge ein ernstes Wörtchen mitzusprechen.

Die Wende durch zwei persönliche Bestleistungen

Die Wende folgte jedoch prompt im 100-Meter-Sprint. Mit einer starken Zeit von 11,87 Sekunden zündete der M15-Athlet den Turbo und verpasste seine persönliche Bestzeit nur hauchdünn. Dieser Aufwind trug ihn direkt in den Hochsprung, wo der Knoten endgültig platzte: Mit übersprungenen 1,51 Metern steigerte er sich deutlich und stellte eine neue persönliche Bestleistung auf. Genauso erfolgreich verlief der anschließende Speerwurf. Eine neue Bestweite von 33,34 Metern brachte Aaron endgültig zurück in das Rennen um die Medaillenränge.

Der zweite Wettkampftag begann am Sonntagmorgen mit soliden 2,80 Metern im technisch anspruchsvollen Stabhochsprung, womit der Anschluss an das Spitzenfeld gewahrt blieb. Ein herber Rückschlag folgte jedoch beim 80-Meter-Hürdenlauf. Eine kurzfristige technische Anpassung misslang, sodass die Uhr erst bei 12,60 Sekunden stoppte – ein Ergebnis, das ihn im Gesamtklassement wieder deutlich zurückwarf. Beim Diskuswurf brachte Aaron mit einem ordentlichen Wurf aus dem Stand auf 34,02 Meter wieder Stabilität in seinen Wettkampf, auch wenn eine weitere Steigerung in den Folgeversuchen ausblieb.

Bravouröser Endspurt über 1000 Meter

Vor der neunten und letzten Disziplin war die Ausgangslage im Kampf um Edelmetall denkbar knapp. Um noch auf das Podest zu springen, musste über die 1.000-Meter-Strecke eine absolute Top-Zeit und ein deutlicher Vorsprung auf die Konkurrenz her. Aaron meisterte diese mentale und körperliche Herausforderung bravourös: In hervorragenden 3:00,93 Minuten lief er einen beachtlichen Vorsprung heraus.

Dank dieser Energieleistung schob sich Aaron in der Endabrechnung mit stolzen 4.803 Punkten auf den hochverdienten Bronzerang vor. Einziger kleiner Wermutstropfen: Die im Vorfeld anvisierte Marke von 4.900 Punkten für die direkte Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften wurde an diesem Wochenende knapp verpasst. Die Enttäuschung darüber hält sich im Trainerteam jedoch in Grenzen. In genau vier Wochen steht bereits der nächste Anlauf an, bei dem das Ticket für die nationalen Titelkämpfe gelöst werden soll.

Harry Weisskirchen
17.05.2026