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Hessische Meisterschaften: Nachwuchs des LSC Bad Nauheim zeigt Kampfgeist und starke Entwicklung

An diesem Wochenende starteten die Athletinnen und Athleten des LSC Bad Nauheim und der Startgemeinschaft Wetterau (gemeinsam mit Altenstadt) mit den Hessichen Meisterschaften der Altersklassen U16 und U20 in die Hallensaison – und lieferten Spannung, Rückschläge, Überraschungen, Jubel und echte Entwicklungsschritte.

Amalia zurück auf der Bahn – ein Comeback mit klarer Richtung

Nach längerer Pause kehrte Amalia Capitain (JG 2009), hochgemeldet in die wJU20, über 60 Meter zurück. Der Start missglückte, der Zwischenlauf rückte außer Reichweite – doch genau darin lag die Kraft dieses Auftritts. Man sah, wie viel Potenzial in ihr steckt und wie entschlossen sie ist. In einer Woche bei ihren Hessischen in der wJU18 will sie zeigen, was wirklich möglich ist.

W15 über 60 m: Drei junge Sprinterinnen, ein gemeinsamer Auftritt

Melina Jost sowie die Zwillinge Pia‑Lotta und Sarina Kratz (JG 2011) stellten sich der 60‑Meter‑Distanz – und erlebten einen Lauf, der zeigte, wie eng Erfolg und Enttäuschung beieinanderliegen. Melina startete stark, verlor aber im Verlauf an Druck. Pia‑Lotta und Sarina fanden nicht zu ihren Trainingsleistungen. Und doch: Alle drei blieben nur knapp über ihren Bestzeiten. Das Gefühl: Da geht noch viel mehr.

Über 300 m dann die Antwort – dreifach persönliche Bestleistung

Auf der längeren Sprintstrecke drehten die drei richtig auf. Melina, Pia‑Lotta und Sarina liefen beherzt, mutig und mit beeindruckender Steigerung – bis zu fast zwei Sekunden schneller als zuvor. Ein emotionaler Befreiungsschlag nach dem 60‑Meter‑Lauf und ein starkes Signal für die kommenden Wochen.

4×200 m: Teamgeist, Kampf und ein knapp verpasstes Top‑10‑Ergebnis

Gemeinsam mit Vivien Falk zeigten die drei W15‑Athletinnen einen engagierten Staffellauf. Mutige Wechsel, viel Herz und ein starker Zusammenhalt prägten den Auftritt. Für die Top 10 in Hessen reichte es knapp nicht – doch der Teamspirit war ein echtes Highlight.

Aaron  über 60 m: Von souveräner Dominanz zu hart erkämpfter Bronze

Aaron Lukas Pompetzki (JG 2011, M15) startete mit klarer Mission in seine Hessischen Meisterschaften. Vorlauf und Zwischenlauf gewann er mit beeindruckender Lockerheit – ein Athlet, der wusste, was er kann. Dazu im Zwischenlauf eine persönliche Bestzeit (7,59s, eine Zehntel schneller als vor einem Jahr). Im Finale dann der Bruch: guter Start, aber auf der Strecke wurde er hart, verlor Rhythmus und Leichtigkeit. Am Ende blieb mit 7,60s Bronze – ein Podestplatz, der zeigt, dass er zur hessischen Spitzenklasse gehört.

Kugelstoßen: Silber im letzten Versuch – ein Moment purer Nervenstärke

Ohne Pause ging es für Aaron weiter. Noch mit dem Sprint im Kopf, fand er erst spät in den Wettkampf. Doch dann wurde es dramatisch: Im fünften Versuch schob er sich auf Rang drei. Im letzten Stoß packte er 11,55 m aus – und holte Silber. Ein emotionaler Befreiungsmoment und ein Beweis, wie viel Kampfgeist in ihm steckt.

4×200 m der mJU16: Ein Überraschungscoup in Bronze

Gemeinsam mit Mika Trzewik und Rafael Roth aus Altenstadt sowie Maximilian Horn (ebenfalls LSC Bad Nauheim) lief Aaron in der Startgemeinschaft Wetterau ein mutiges Rennen. Saubere Wechsel, ein starker Rhythmus – und eine Schlussrunde von Aaron, die das Publikum mitriss. Völlig überraschend: Bronze. Ein Moment, der hängen bleibt.

Weitsprung: Aarons Gold – und ein technischer Schritt nach vorn

Der Weitsprung, Aarons Paradedisziplin, wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt. Drei Versuche unter Niveau, ein zweiter Sprung, der ihn im Rennen hielt – und dann Versuch vier: 5,75 m. Führung. Gold. Die Konkurrenz bäumte sich auf, doch Aaron blieb vorne. Die technischen Fortschritte waren klar sichtbar – und machen Lust auf die nächsten Meisterschaften.

Jan über 800 m: Ein mutiger Start in eine neue Saison

Jan Mörler (JG 2008, mJU20) stellte sich trotz Trainingsrückstand und ein wenig angeschlagen der 800‑Meter‑Distanz. Schon nach 200 m war klar, dass das Tempo schwer zu halten sein würde. Der Anschluss riss ab, Rang 12 stand am Ende. Doch sein Auftritt zeigte vor allem eines: Er gibt nicht auf. Er will zurückkommen. Und er wird wieder angreifen.

 

Bilder: Jonas Wintershoff

Harry Weisskirchen
25.01.2026