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2 Regionalmeister-Titel, ein Pechvogel und persönliche Bestleistungen

Der Wettkampftag bei den diesjährigen Regional-Einzel Hallenmeisterschaften in Hanau begann für Aaron Pompetzki (M15) holprig. Im Weitsprung fand er am frühen Morgen überhaupt nicht in seinen Rhythmus. Die Anläufe ließen die nötige Dynamik vermissen, die Explosivität fehlte. Am Ende blieb es bei 5,75 m – deutlich unter seinen Möglichkeiten, mehr war an diesem Tag nicht drin. Seinen Titel als Regionalmeister aus dem Vorjahr konnte er dennoch verteidigen. Ganz anders präsentierte Aaron sich auf der 60‑Meter‑Sprintstrecke. Bereits im Vorlauf zeigte er eine klare Leistungssteigerung und verbesserte seine bisherige Bestzeit um eine Zehntelsekunde. Im Endlauf bestätigte er die verbesserte Form eindrucksvoll: Nach einem sehr guten Start sprintete er zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 7,49s und feierte seinen zweiten Titel an diesem Tag.

Über die Sprintdistanzen zeigte Amalia Capitain (wJU18) eine klar ansteigende Formkurve. Sowohl über 60m als auch über 200m ging sie an den Start – und in beiden Rennen setzte sie persönliche Bestmarken. Auf der 60‑Meter‑Strecke lief es zunächst noch holprig: Die 8,38s im Vorlauf waren eher verhalten. Doch im Finale zeigte sie beeindruckende Nervenstärke. Trotz eines völlig missratenen Starts kämpfte sie sich stark zurück, fand Schritt für Schritt ihren Rhythmus und sprintete in 8,20s zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Diese Leistung brachte ihr verdient den dritten Platz ein. Auch über 200m bestätigte Amalia ihre gute Tagesform. Mit einem mutigen, konstanten Lauf konnte sie sich auf starke 27,44s und eine weitere persönliche Bestleistung steigern. Damit landete sie auf einem sehr guten vierten Rang und unterstrich, dass ihre Formkurve klar nach oben zeigt.

Felix Siegenthaler (mJU18) bleibt derzeit in seiner Spezialdisziplin Hochsprung hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück. Trotz eines soliden Grundlagentrainings kam er nicht über 1,64 m hinaus – eine Höhe, die seinen Erwartungen und Möglichkeiten deutlich widerspricht. Zwar reichte sie am Ende für den 2. Platz, doch weder Athlet noch Trainer zeigten sich zufrieden. Nun gilt es, die im Training sichtbaren Fortschritte auch im Wettkampf abzurufen und das vorhandene Potenzial in kommende Höhen umzusetzen. Anders präsentierte Felix sich über die 200m. Auf der Hallenrunde stand er erstmals am Start und lieferte – vielleicht auch mit etwas Wut im Bauch - ein ordentliches Debüt ab. Mit 25,15s belegte er Rang 7 und sammelte wertvolle Erfahrung. Als Pechvogel des Tages könnte Jan Mörler (mJU20) bezeichnet werden. Im 800‑Meter‑Rennen wurde er wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert. Bitter, denn seine Zwischenzeiten ließen auf eine deutliche persönliche Bestleistung schließen. Auch im Kampf um die Platzierungen hätte er voraussichtlich eine Rolle gespielt.

Jonas Wintershoff (M) bleibt mit 7,57s über 60m lediglich eine Hundertstel über seiner Bestzeit, über 200m setzt er mit 24,65s eine neue persönliche Marke. Im Weitsprung testet sich Jonas ohne spezifisches Training im Wettkampf. Die Ernüchterung bleibt mit erzielten 5,28 m nicht aus. Paul Masson (M) läuft studienbedingt derzeit nicht auf seinem üblichen Leistungsniveau. Über 60 m erzielt er mit 7,43s eine Saisonbestzeit. Über 200m fehlt es ihm momentan noch an Sprintkraft und ‑ausdauer. Dennoch erreicht er auch hier mit 24,08s eine Saisonbestleistung.

Harry Weisskirchen
22.02.2026