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LSC Bad Nauheim startet furios in die Saison – Sieben Titel und starke Bestmarken bei der Bahneröffnung

Mit der traditionellen Bahneröffnung auf dem Friedberger Burgfeld fiel am Wochenende der Startschuss für die neue Leichtathletiksaison in der Wetterau. Erstmals wurden die technischen Disziplinen der Altersklassen U16 und U18 als Kreismeisterschaften ausgetragen – ein Schritt, der dem Wettkampf zusätzliche Bedeutung verlieh. Die Laufentscheidungen folgen in zwei Wochen in Bad Vilbel.

Für den LSC Bad Nauheim begann der Tag mit einem technisch anspruchsvollen Auftakt im Stabhochsprung. Mattis Rothbart und Tobias Rotter (beide in der M14 hochgestartet) präsentierten sich in starker Frühform: Rothbart überquerte erstmals die 2,02 m, Rotter überzeugte mit 1,82 m. Trainer Jonas Wintershoff steigerte sich auf 2,52 m, ehe Jan Mörler (mJU20) mit 2,82 m eine weitere persönliche Bestleistung folgen ließ.

Wintershoff und Mörler traten anschließend im Speerwurf und über 800 m an. Trotz fehlender Einwurfmöglichkeit erzielte Wintershoff 32,60 m, Mörler kam auf 34,98 m. Über die 800m bestätigten beide eine gute Form: Mörler in 2:07,85 min, Wintershoff in 2:10,64 min.

Im Sprintbereich behauptete sich Paul Masson (Männer) in einem hochklassigen Feld. Über 100 m gewann er seinen Lauf in 11,41 s, was in der Gesamtwertung Rang fünf bedeutete. Die Tagesbestzeit setzte Lars Hieronymi (TSV Fauerbach) mit 10,57 s, gefolgt vom 16-jährigen Adrian Fliedner (VfL Altenstadt), der in 10,61 s eine der schnellsten je gelaufenen hessischen U18-Zeiten erzielte. Über 200 m fand Masson in 23,54 s wieder Anschluss an sein Leistungsniveau und belegte Platz fünf.

Im Diskuswurf der Männerklasse setzte Benedict Michel ein Ausrufezeichen. Mit 54,34 m im letzten Versuch gewann er souverän und blieb nur knapp unter seiner persönlichen Bestmarke.

Nach zweijähriger Pause kehrte Lena Werner (wJU20) in den Wettkampf zurück. Im Weitsprung blieb sie mit 4,54 m noch unter ihren Möglichkeiten, im Speerwurf gelang ihr mit 26,54 m jedoch ein starker fünfter Platz. Teamkollegin Luna Sophie Haase startete mit 33,62 m im Diskus solide in die Saison und wurde im Speerwurf mit 30,03 m Zweite.

Felix Siegenthaler (mJU18) sicherte sich im Hochsprung den Kreismeistertitel, blieb mit 1,60 m jedoch erneut unter seinen Erwartungen. Trainer und Athlet blicken dennoch optimistisch nach vorn.

Für einen der stärksten Auftritte des Tages sorgte Amalia Capitain (wJU18). Mit zwei persönlichen Bestzeiten – 12,98 s über 100 m und 26,76 s über 200 m – gewann sie beide Wettbewerbe.

Auch Maximilian Horn (M15) überzeugte doppelt: 5,16 m im Weitsprung bedeuteten eine Steigerung um 59 cm, über 100 m verbesserte er sich auf 13,09 s.

Mehrkämpfer Aaron Lukas Pompetzki (M15) zeigte seine Vielseitigkeit. Über 80 m Hürden gewann er in 12,19 s, im Diskuswurf steigerte er sich auf 35,66 m und siegte ebenfalls. Mit 1,42 m holte er zudem den Hochsprungtitel. Bereits unter der Woche hatte er in Darmstadt mit 2,92 m im Stabhochsprung überzeugt und über 100 m eine neue Bestzeit von 11,86 s erzielt.

Bei den W15-Mädchen starteten Melina Jost, Pia-Lotta und Sarina Kratz sowie Vivien Falk (W14). Über 100 m setzte sich Falk in starken 13,77 s durch. Auch die übrigen drei Athletinnen verbesserten ihre Bestzeiten oder verfehlten sie nur knapp. Über 300 m steigerten sich alle drei W15-Starterinnen erneut und belegten die Plätze drei bis fünf, mit Pia-Lotta (47,55 s) als Schnellster des Trios. Falk holte zudem über 80 m Hürden in 13,55 s den Titel.

In der 4×100 m-Staffel liefen die vier Bad Nauheimerinnen für die Startgemeinschaft Wetterau in 55,43 s zur Vizemeisterschaft.

Im Kugelstoßen der W14 zeigten die noch 12-jährigen Sarah Pompetzki (8,12 m) und Marie Francis (7,76 m) zwei persönliche Bestleistungen und landeten im Mittelfeld.

Mit insgesamt elf Kreismeistertiteln und 18 persönlichen Bestleistungen zog der LSC Bad Nauheim eine äußerst positive Bilanz.

Den sportlichen Höhepunkt aus Sicht der Startgemeinschaft Wetterau setzte die 4×100 m-Staffel der mJU18. Felix Siegenthaler, Aaron Lukas Pompetzki, Keanu Liam Ludwig (TV Echzell) und Arian Fliedner (VfL Altenstadt) sprinteten in 43,60 s nicht nur zum Kreismeistertitel, sondern lösten auch das Ticket für die Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid. Die Zeit bedeutet aktuell Rang drei in der deutschen Jahresbestenliste.

Harry Weisskirchen
25.04.2026