Hessens größter Eiskunstlaufwettbewerb zum 29. Mal in Kurstadt
LSC Bad Nauheim startet mit 28 Talenten, starke Konkurrenz aus ganz Deutschland und ein Parcours für die Kleinsten

Wenn am 1. Adventswochenende (29.-30.11.) der 29. Joachim-Edel- Pokal (JEP) beginnt, verwandelt sich das Colonel-Knight-Stadion erneut in eine Bühne für Eleganz, Athletik und große Emotionen. Der größte Eiskunstlaufwettbewerb Hessens bricht in diesem Jahr erneut Rekorde: Über 200 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland reisen an, um in der Kurstadt anzutreten. Ausrichter ist der LSC Bad Nauheim, der damit einmal mehr seine bedeutende Rolle in der regionalen Nachwuchs- und Leistungsförderung unterstreicht.
In diesem Jahr stehen erstmals 28 Sportlerinnen und Sportler des LSC Bad Nauheim beim JEP auf dem Eis und kämpfen um Bestnoten. Ein ganz besonderes Highlight: Drei von ihnen haben sich für die Deutsche Meisterschaft in Oberstdorf im Dezember qualifiziert. Alle drei gehören gleichzeitig dem Hessenkader an.
Nach dem großen Erfolg des vergangenen Jahres, bei dem erstmals auch vier erwachsene Läuferinnen teilgenommen haben, sind es nun bereits sechs, die in ihren Kategorien antreten.
„Wir haben in den vergangenen Monaten unglaublich intensiv gearbeitet, neue Küren entwickelt, Sprünge verfeinert und kreative Schrittfolgen aufgebaut“, berichtet das Trainerteam Natascha Petzold, Nevine Abu Tayeh und Norman Keck. „Und auch wir sind aufgeregt. Wenn unsere eigenen
Läuferinnen und Läufer aufs Eis gehen, fiebern wir jede Sekunde mit. Diese Mischung aus sportlichem Anspruch, Nervenkitzel und emotionaler Unterstützung von den Rängen sorgt auch bei uns für echte Gänsehautmomente. Die Vorfreude darauf, die vielen einstudierten Programme endlich vor Familie, Freunden und einer hochkarätigen Jury präsentiert zu sehen, ist riesig.“
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Parcours: Wo der Nachwuchs erstmals Wettkampfluft schnuppert Neu in diesem Jahr ist der Parcours in zwei Kategorien für die Kleinsten. Hier laufen die Jüngsten ohne Musik und konzentrieren sich ganz auf ihre |
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Elemente in vorgegebener Reihenfolge. Präzision, Stabilität und saubere Ausführung sind gefragt. Viele erleben zum ersten Mal die aufregende Welt des Wettkampfs, noch dazu vor heimischer Kulisse. Erstklassige Jury mit internationalem Know-how Für faire und professionelle Bewertungen sorgt eine hochqualifizierte Jury gemeinsam mit einem technischen Panel mit internationaler Erfahrung. Trainerin und technische Spezialistin, Nevine Abu Tayeh, erklärt: „Eiskunstlauf ist pure Präzision. In Sekundenschnelle die technischen Schwierigkeiten zu erkennen, macht unheimlich viel Spaß. In unserem Heimstadion können die Zuschauer hautnah erleben, wie Athletik und Kunst miteinander verschmelzen.“ |
Natascha Petzold, Trainerin und technische Spezialistin, erläutert, wie die Leistungen beurteilt werden: „Das technische Panel identifiziert und benennt die gezeigten Elemente sowie deren Schwierigkeitsgrad – von Level Base bis Level 4. Die Preisrichter bewerten außerdem die Qualität der Schritte, Pirouetten und Sprünge und zusätzlich die drei Programmkomponenten: Komposition, Präsentation und Skating Skills.“
Die Komposition beschreibt, wie das Programm aufgebaut ist und wie Choreografie und Musik zusammenwirken. Die Präsentation steht für den künstlerischen Ausdruck passend zur Musik und die Skating Skills bewerten die Qualität des Eislaufens. „Am Ende ergeben all diese Komponenten eineGesamtpunktzahl für das Programm“, ergänzt Petzold.
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Kombination aus sportlicher Höchstleistung und Gänsehaut-Momenten Der Joachim-Edel-Pokal ist nicht nur ein Muss für Eiskunstlauf-Fans. Auch Familien und Ausflügler kommen voll auf ihre Kosten. Neben sportlichen Höchstleistungen erwartet die Besucher ein vielfältiges und liebevoll zusammengestelltes Angebot an Speisen und Getränken. Wachsendes Interesse sprengt alle Erwartungen „Wir sind überwältigt von der großen Nachfrage nach dem Joachim-Edel- Pokal. Wenn der Anstieg so weitergeht, müssen wir uns langfristig ein neues Konzept überlegen. Die Fläche gibt irgendwann einfach nicht mehr her“, freut |
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sich Justyna Vicinus, 1. Vorsitzende der Abteilung Eiskunstlauf des LSC Bad Nauheim. Eine Hommage an Joachim Edel Der Wettbewerb wird seit 1996 zu Ehren von Joachim Edel ausgetragen – einem herausragenden Eiskunstläufer aus Heusenstamm, mehrfach ausgezeichnet und der erste Europäer, der im Wettbewerb einen dreifachen Axel stand. Sein außergewöhnliches Talent und seine Leidenschaft inspirieren bis heute. |
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Bildunterschrift: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des LSC Bad Nauheim beim Joachim-Edel-Pokal 2025 |
