Trainerfortbildung im Wetteraukreis


Die vom HLV ausgegebene Parole „Trainer ins Land“ war von LA-Kreis gerne aufgegriffen worden. Lehrwart Wolfgang Scheunemann konnte Mehrkampftrainer Philipp Schlesinger für eine vierstündige Fortbildung gewinnen. Mit Markus Meuschel, Abteilungsleiter in der SG Rodheim, wurde ein Ausrichter gefunden, der mit der Rodheimer Sporthalle alle funktionellen Voraussetzungen bereitstellen konnte. Kreisvorsitzende Karin Scheunemann durfte 16 Trainer und 10 junge Aktive begrüßen, die als „Vorzeiger“ fungierten.
In einem ersten praktischen Teil ging es hauptsächlich um Sprung-Schulung in den verschiedenen Altersstufen von U14 bis U18/20 mit unterschiedlichen Materialien; auch der eine oder andere Trainer beteiligte sich an den Übungen.
Im zweiten theoretischen Teil stellte Philipp Schlesinger das Mehrkampfkonzept des HLV /DLV vor und lud angesichts der vielen Ansatzpunkte zur Diskussion ein: Für viele Trainer war neu, dass der hessische Verband mit seinen Mehrkämpfern (Sieben-/Zehnkampf) immer noch an der Spitze in Deutschland steht, was die Anzahl der Kader-Athleten angeht. Die Weichen für eine Mehrkampfkarriere sollten schon mit 13/14 Jahren gestellt werden können, wenn das Grundlagentraining umfassend angewendet und dann im Aufbautraining fortgeschrieben wird; die Schlüsseldisziplinen sind immer noch Hürdenlauf und Stabhochsprung; die Stärken im Wurf- oder Sprint-Sprungbereich stellen dann die individuelle Persönlichkeit dar. An Hand von Rahmenplänen und Kadergrenzen konnte man sich ein Bild von der Erreichbarkeit machen. Auch die Vorbildfunktion der Hessischen Spitzen- Athleten (Pascal Behrenbruch, Jan-Felix Knobel, Claudia Rath, Carolin Schäfer) sollte eine Rolle spielen, um junge Athleten zu motivieren. Aber natürlich gilt das Hauptaugenmerk, möglichst viele Kinder und Jugendliche vielseitig und motivierend zu trainieren. Und in diesem Bemühen haben die Wetterauer Trainer durch den Lehrgang neue und wiederbelebte Anregungen erhalten.
Nach Ende des Abends erhielten alle ihr Zertifikat; für Markus Meuschel und Philipp Schlesinger gab es neben dem Dank des Gremiums auch ein kleines Geschenk aus den Händen von Karin Scheunemann.
