Jedermann-Zehnkampf 2015

Die Königsdisziplin der Leichtathletik zog wieder Sportler aus der Region aber auch von weit her ins Bad Nauheimer Waldstadion; die weiteste Anreise aus Deutschland: Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig und natürlich die Freunde aus Paderborn/Brackwede; aber sie wurden alle übertroffen: aus England vom Basingstoke Athletics Club fand Sam Sleap mit seinem Trainer her, sein Vereinskollege musste kurzfristig wegen Verletzung absagen. Der Ausrichter; LSC, war gut gerüstet mit über 70 Helfern, darunter 27 lizensierte Kampfrichter konnten die Teilnehmer gut betreut und versorgt werden. Bei strahlend schönem Herbstwetter ging der Samstag mit tollen Leistungen über die Bühne; am Sonntag störte die Nässe den Hürdenlauf, der später einsetzende Regen aber kaum die Leistungen und die Freude am Wettkampf. Durch die Tage führte wieder unser „Guru“ Jens Schulze mit launigen und sachkundigen Anmerkungen. Neben einem offiziellen Zehnkampf gab der LSC den Mädchen von der TSG Wehrheim Gelegenheit zu einem Siebenkampf. Erstmals seit 22 Jahren erhielt der Veranstalter offiziellen Besuch vom HLV: Der neue Vizepräsident Breitensport, Thomas Wellenhöfer, wollte sich selbst ein Bild von der in Hessen immer noch einmaligen Veranstaltung machen und will sich für Unterstützung im Verband einsetzen.
Die stärksten Teams kamen vom Peter Jorres-Gymnasium Ahrweiler, vom TV Rendel, sowie vom LC Paderborn, die alle den Wanderpokal entgegennehmen konnten, aber auch Berstadt, der LSC, Marburg und Schlüchtern waren fast gleich stark vertreten. Natürlich wurden alle bei der stimmungsvollen Siegerehrung bedacht und versprachen im nächsten Jahr zum 65jährigen Vereinsjubiläum wieder dabei zu sein.
Neben dem Siebenkampf kam es am Sonntag wieder zum Kinderlauf und als Schmankerl ein Dreikampf für die kleinsten LSCler mit Tigersprung, Kokosnußwurf und Riesenfroschsprung, von Karin Scheunemann und Jens Schulze wirkungsvoll in Szene gesetzt. Zur Statistik ist zu sagen, der Anteil an weiblichen Teilnehmern lag bei über 30 Prozent, die Jüngeren U20, U18, U16 nahmen mit 40/40 einen noch nie dagewesene Stärke ein.
Neben den absoluten Zahlen mit Lars Hieronymi als Sieger der Männerklasse (5608p) vor Niklas Wagner, LG Wetzlar (5435p) und Nils Kapeller (5330p), sowie Kathleen Ascherl LG Ried (4377p) und Leonie Gieser Bensheim (4232p) als den besten in der Frauenklasse, bestachen wieder die Oldies, allen voran-Gerd Westphal aus Paderborn, der mit 6565p am höchsten dotiert wurde, was aber seiner Altersklasse M 50 und den Alterspunkten geschuldet ist. In den Paarwettkämpfen gab es buntgemischte mit Vater/Sohn, Jugend/Männer Frauen, Jugend/Jugend, oder AK/AK. Hier seien besondere Einzelleistungen erwähnt: Justus Grüsing (LSC) mit 1,65m im Hochsprung, 16,78s im Hürdenlauf, 36,96 im Speerwerfen, 5:0010min im 1500m-Lauf; Manuel Christof (LG OVAG) 12,34s im Sprint, 53,12s im 400m-Lauf, 4:38,78min im 1500m-Lauf oder Tetje Thomas(LGOVAG) im Stabhochsprung mit 3,70m! Lars Hieronymi (LG OVAG) glänzte mit dem schnellsten Sprint des Tages(11,19), 6,63m Weit, 51,38s 400m, 15,96s Hürden und für ihn unglaubliche 3,50m im ersten Stabhochwettbewerb. Lorina Zapf (TV Rendel) tolle 3,00m im Stabhoch, ebenso Louis Hudy (TVR), 3,00m, weiter Marc Tortell 52,94s im 400m-Lauf und tolle 4:10,30min im abschließenden 1500m-Lauf. Espen Wick aus Rendel glänzte in seiner Spezialdisziplin Hürdenlauf mit Tagesbestzeit (14,74s), ebenso Tim Berberich-15,72-Hürden, 31,01m Diskus, 43,75m Speer, 5:09,77min 1500m; Altmeister Rolf Nucklies (M60) zeigte mit übersprungen 3,60m, dass man sich auch bei Regen noch gut mit dem Stab in die Höhe bringen kann. Nils Kappeller aus Paderborn bestach mit 2,05m im Hochsprung, 6,76m im Weitsprung und 4,10m im Stabhochsprung, was alles Tagesbestleistung war. Unser Gast aus England kam mit 11,41s im Sprint, 6,53m im Weitsprung, 12,10m im Kugelstoß (Tagesbestweite), 1,85m im Hochsprung und 53,33s im 400m-Lauf gut durch den ersten Tag, begann dann mit 15,54s (Hürden) den zweiten und setzte sich mit 38,98m im Diskuswerfen an die Spitze. Bei einsetzendem Regen schaffte er aber nicht seine zu ambitioniert gewählte Anfangshöhe und war damit aus dem Rennen; es blieb damit bei 4855p und 7 Disziplinen. Er versprach aber auf jeden Fall im nächsten Jahr mit einigen Sportkollegen wiederzukommen.
Die besten Schüler des Peter-Jorres-Gymnasiums erzielten immerhin zwischen 4029 und 4096 P, wobei Jannik Nelles mit 5,82m im Weitsprung und 11,68m im Kugelstoßen weit vorne lag.
Die Siebenkämpferinnen kamen mit zwei Teams gut durch und konnten ohne Ausfall den Wettkampf beenden; sie waren mit der Siegerin Valentina Preis(3545p) und den Platzierten Alina Illig(3019) und Sequana Birkel (2846) sehr zufrieden mit ihrem gelungenen Saisonabschluss.
