Hessische Mehrkampfmeisterschaften in Kassel

Nach einem Durchhänger im Diskus- und Speerwurf bei den Süddeutschen Meisterschaften vor einer Woche trat Timo Langstrof vom LSC Bad Nauheim in der AK M15 an derselben Wettkampfstätte im Kasseler Auestadion anlässlich der Hessischen Mehrkampf-meisterschaften zum Vier- und Neunkampf an.
Den ersten Tag beendete er als Fünftplatzierter im Vierkampf mit 2128 Punkten, wobei er sich im Hochsprung auf eine Höhe von 1,57m als p. B. verbessern konnte. Der 100m Lauf sollte für ihn dank verbesserter Start- und Sprinttechnik zum willkommenen Punktelieferant werden, doch die Zeitmessanlage versagte, und der Lauf musste wiederholt werden. Trotzdem erzielte Timo mit 12,34s eine neue persönliche Bestleistung.
Eine Panne übrigens, die sich am zweiten Tag in einer anderen Altersklasse wiederholte, so dass dort ein Lauf dreimal zur Freude der betroffenen Athletinnen gestartet werden musste. Ein böses Omen für Kassel als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften in 2016?!
Nachzureichen die Ergebnisse im Weitsprung und Kugelstoßen: 5,34m und 11,46m.
Auch beim Weitsprung gab es Irritationen, verursacht durch eine unqualifizierte Schriftführung, die bei Trainern und Eltern für Unmut sorgte.
Eine Zitterpartie drohte der Stabhochsprung zu werden, denn Anlauf, Einstrich in den Kasten und Aufwärtsbewegung zur Latte gerieten in der Einsprungsphase koordinativ durcheinander. Dennoch gelang es Timo letztlich, begleitet vom aufmunternden Beifall seiner Mitstreiter, mit einer Höhe von 2,50m eine neue Bestleistung zu verbuchen, allerdings zu wenig, um im Kampf um die Medaillenplätze schließlich mitzureden zu können, denn Sprünge deutlich über 3m wären als Basis für das Treppchen nötig gewesen.
Die 80m Hürden absolvierte Timo am zweiten Wettkampftag in 12,79s, das Diskus- und Speerwerfen brachte entgegen seines eigentlichen Wurfpotentials mit Weiten von 38,51m (p .B. 43,09m) bzw. 41,36m (p. B. 45,94m) nicht die erhoffte Punktzahl für einen sicheren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz vor der letzten Disziplin, dem 1000m Lauf. Bis zu diesem Zeitpunkt lag Timo sogar auf einem Bronzemedaillenrang, allerdings mit hauchdünnem Vorsprung vor seinem unmittelbaren Verfolger.
Bravourös seine Einstellung im Kampf gegen unbezwingbare Gegner und letztlich hart gegen sich selbst absolvierte er die von Mehrkämpfern gehasste Mittelstrecke in neuer persönlicher Bestzeit von 3:12,26 min., 17 Sekunden schneller als in 2014.
Der vierte Platz mit neuer p. B. von 4770 Punkten, gleichzeitig neuer von ihm gehaltenen Kreisrekord, war damit für ihn sicher, eine deutliche Steigerung zu 4332 Punkten, die er im September 2014 in Darmstadt erzielt hatte.
