News /  & Leichtathletik

21. Jedermann-Zehnkampf

Glanzlichter durch Rosenkönigin und Seniorenweltmeister-Zwillinge aus Schlüchtern, die Könige der Leichtathleten -
Pokale an Schlüchtern, Rendel und LSC Bad Nauheim

Am Freitag beim Aufbau in strömendem Regen wurde es dem Arbeitsteam angst und bange: Sollte es wieder einmal zu einer Regenschlacht kommen? Doch der starke Westwind brachte die Leute vom LSC und der LG Rosbach-Rodheim zum Aufatmen. Am ersten Tag kühl, aber trocken, am Sonntag sogar mit Sonnenfenster, machten sich 140 Teilnehmer aus ganz Deutschland daran, entweder ein „ganzer“ oder „halber“ König der Athleten zu werden.

Besondere Glanzlichter gab es durch die Siebenkämpferinnen der LG Eintracht Frankfurt, den Seniorenweltmeister Rolf Nucklies und ein Wiedersehen mit den Sportfreunden aus Paderborn und Brackwede, die z. T. zum 19. Mal an dem breitensportlichen Fest teilnahmen. Die beiden Tage wurden wieder von Jens Schulze moderiert, der aus dem Waldstadion nicht wegzudenken ist. Rund 60 Helfer standen zwei Tage auf dem Platz, waren für Zeitnahme und Büro zuständig, Hessenmeisterin Birgit Wielitsch hatte wieder für Spezialitäten gesorgt.  Bürgermeister Armin Häuser ließ es sich nicht nehmen, der einzigen breitensportlichen Veranstaltung dieser Art in Hessen seine Aufwartung zu machen. Leider konnte ihn Jens Schulze nicht  motivieren, selbst einmal zu starten, aber vielleicht als 5er Team aus dem Rathaus?  Für ambitionierte U18 und U20 Teilnehmer wurde beim Hürdenlauf statt des Männerabstandes der ihrem Alter gemäße Abstand gewählt, so dass sie den Zehnkampf komplett in die Bestenliste einbringen konnten. Besonders stark wurde dieses Jahr der Paarstart frequentiert (22 Paare), der gewissermaßen einen Einstieg bietet und meist nur je 5 Disziplinen umfasst. Die begehrten Wanderpokale gingen in der Reihenfolge der meisten Teilnehmer an die SG Schlüchtern, den TV Rendel und den Gastgeber LSC Bad Nauheim und wurden von der Steinfurther Rosenkönigin Meike Steinhauer überreicht, die auch ihre Schwester Laura beglückwünschen konnte.

U20 als auch Gesamtsieger wurden die Zwillinge Rösler aus Schlüchtern  mit großem Vorsprung. Aleksi bestach durch zahlreiche Spitzenwerte wie 11,38s im Sprint, 6,10m im Weitsprung, 1,80m im Hochsprung, 49,45s über 400m, 16,59s im Hürdenlauf und 4:36,90min im abschließenden 1500m-Lauf. Mit etwas schwächeren Werten im Wurfbereich ergab dies eine Gesamtpunktzahl von 5446p. Sein Bruder Jaakkima hatte u.a. eine noch schnellere Hürdenzeit (15,65s) und fast gleiche Werte über 100m, 400m und 1500m zu bieten und kam auf 5349p. Diese wurden nur vom besten Paar Friderike Frin und Nils Kapeller mit 6169p übertroffen, wobei Nils mit 2,05m im Hochsprung und 4,10m im Stabhochsprung glänzte. Im kompletten Zehnkampf der Frauen überragten die Athletinnen aus Frankfurt unter der Leitung ihrer Trainerin Petra Schenten: Luisa Herrlitz legte 5651p vor, u.a. 1,60m im Hochsprung und 5,30m im Weitsprung. Die zweite, Louisa Kunz, glänzte im Wurfbereich mit 11,92m (Kugel), 29,58m (Diskus) und Spee r(38,68m). Gianina Gartmann war beste Weitspringerin mit 5,42m und absolut schnellste über 100m mit tollen 12,39s. Weitere herausragende Leistungen gab es durch Rolf Nucklies, seines Zeichens amtierender Seniorenweltmeister mit 3,50m im Stabhochsprung. Am höchsten sprang der Gelnhäuser Maximilian Dillemuth mit 4,20m, ihm stand Stefan Erlewein vom TV Rendel mit übersprungenen 4,10m nicht viel nach. Lorina Zapf, ebenfalls Rendel, übersprang nicht nur als beste U18, sondern auch beste überhaupt 3,00m. Ihr Rendeler Partner, Espen Wick, glänzte mit der schnellsten Hürdenzeit: 14,53s. Marc Veit aus Rüsselsheim beeindruckte mit den besten Würfen, 33,81m im Diskus, 46,20m im Speerwerfen und war auch der beste im Kugelstoßen mit 12,18m. Aus dem heimischen Bereich überzeugte auch Tim Berberich,  Funball- Dortelweil, mit 34,65m, 46,69m und 12,23m. Der M14- Teilnehmer, Justus Grüsing, LSC, freute sich nach langer Verletzungspause über die neue Bestleistung im Hochsprung mit 1,55m.

In der Teamwertung, bestehend aus 3 Teilnehmern, gab es einen überragenden 1. Platz für die SG Schlüchtern mit Rösler-Rösler-Mario Böhm, die sich mit 14524 Punkten deutlich absetzen. Die 7/10-Kämpferinnen aus Frankfurt sammelten sogar noch mehr Punkte: 16364. Das beste gemischte Team kam von der LG Wetzlar.

Zur Ergebnisliste

Karin Scheunemann
15.09.2014