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Hessische Meisterschaften der U16

Timo Langstrof: 3 Medaillen, 2 Bestleistungen, 1 Kreisrekord

Timo Langstrof (M14) vom LSC Bad Nauheim hatte sich zwar in sieben Disziplinen für die HLV-Meisterschaften in Gelnhausen qualifiziert, jedoch zog er die Würfe vor und lag damit auf der Erfolgsspur.

Tag 1: Hammerwurf (9 Teilnehmer): Gleich im ersten Versuch erreichte Timo mit 26,50m nicht nur Bestleistung, sondern verbesserte auch seinen eigenen Kreisrekord. Die beiden nächsten Würfe gerieten ein wenig schwächer (24,31m – 24,65m), was letztlich auf noch vorhandene Unsicherheit im technischen Bereich beruht, die drei weitere ungültige Versuche erklärt. Gegen den Sieger vom TSV 05 Remsfeld (33,59m) hatte der LSCler allerdings keine Chance, setzte sich aber klar von den übrigen Werfern ab.

Im anschließenden Speerwerfen mit 11 Teilnehmern begann er mit 37,19m, steigerte sich über 38,39m als bis dahin Drittplatzierter im vierten Versuch auf 40,83m und damit an die Spitze. Sein Hauptkonkurrent Pascal Maillet (Wiesbadener LV) konterte sofort mit 41,89m. Timo zog nochmal mit 40,11m nach, der 6. Durchgang endete mit 38,93m: insgesamt seine beste diesjährige Serie und nur 20cm hinter seiner Bestmarke. Ein starker Wettkampf mit 3 40m-Werfern weit vor dem übrigen Feld. Fazit: 2x Silber an einem Tag.

Tag 2: Der zweite Tag stand bis zum Wettkampfbeginn unter starken Dauerregen, was die Aussicht auf gute Leistungen zunächst zu trüben schien. Dennoch wartete Timo im Kugelstoßen (9 TN) mit einer Überraschung auf, indem er im zweiten Versuch die 4kg Kugel auf die neue Bestleistung von 10,66m wuchtete. Seine Freude darüber konnte ein 5. Rang im Endergebnis nicht mindern, zumal die Konkurrenz noch unerreichbar im Bereich von 11,50m bis fast 12m um die Platzierung kämpfte.

Der Diskuswurf (9 TN) sollte als abschließende Disziplin der Höhepunkt dieses Tages für Timo als Favorit sein. Daß das Unternehmen für Athlet und Trainer zur Zitterpartie werden sollte, konnte niemand ahnen. Im ersten Versuch wurden für den LSCler 34,33m notiert, worauf drei ungültige Würfe folgten. Inzwischen hatte Maximilian Wagner (TV Gelnhausen) als Neuling im Bereich Wurf gleich im ersten Durchgang die Konkurrenten mit einer unerwarteten Weite von 38,25m schockiert. Daß weitere fünf Ungültige folgten, konnte die übrigen Teilnehmer nur schwer zur Gegenwehr motivieren. Im letzten Durchgang gelang es Timo endlich, zu gewohnter Sicherheit zurückzufinden, und mit 36,75m schien die dritte Silbermedaille festzustehen, wenn nicht David Halt (TV Trebur) in seinem letzten Versuch (37,00m) Timo um 25cm auf den Bronzeplatz verwiesen hätte.

Nach kurz andauernder Enttäuschung obsiegte schließlich die Freude über die erzielten Resultate.

Scheunemann
14.07.2014